Unsere Schule ist eine teilweise zweizügige Grundschule in der ländlichen Region Overath. Zurzeit besuchen 103 Schülerinnen und Schüler unsere fünf jahrgangsbezogenen Klassen. Unser Team besteht aus 15 Lehrer*innen, der Schulleitung, der Konrektorin, zwei Sonderpädagoginnen und einer Sozialpädagogin für die Schuleingangsphase. Unterstützt werden wir vom Hausmeister, der Schulsekretärin und unserem Lehrer für den herkunftssprachlichen Unterricht im Fach Türkisch. Zur Schule gehört außerdem die Offene Ganztagsschule (OGS) mit acht Mitarbeiter*innen und der OGS-Leitung.

In der OGS können die Kinder nach der Schule essen, spielen, toben und basteln. Es gibt vielfältige AG-Angebote und ein mottobezogenes Ferienprogramm. Im Vor- und Nachmittag arbeiten OGS und Schule eng zusammen.

Im Schulalltag legen wir Wert auf Freundlichkeit, Toleranz, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Wertschätzung. Demokratische Strukturen finden sich sowohl im Schul- als auch im Klassenleben (Klassenrat, Minirat, Schüler*innenparlament). Lernen soll bei uns mit allen Sinnen stattfinden — „be-greifen“ gelingt nicht nur mit dem Kopf. Wir arbeiten jahrgangsbezogen, teamorientiert und differenziert.

Mit Stationentrainings, Routenplänen und Freiarbeit fördern und fordern wir die Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten. Zurzeit stehen pro Klasse etwa 10 zusätzliche Förderstunden zur Verfügung.

Rund 50 Prozent unserer Kinder haben eine Migrationsgeschichte. Deshalb bieten wir zusätzliche Unterstützung im Bereich Deutsch als Zweitsprache an. Unsere Schule nimmt am landesweiten Projekt QUISS 100 zur Qualität der Sprachförderung in heterogenen Lerngruppen teil. Im aktuellen Halbjahr besucht das Kollegium eine Fortbildungsreihe zu DEMEK (Deutsch in mehrsprachigen Klassen).

Sportliche Aktivitäten (Sponsorenlauf, Bundesjugendspiele, Bewegungszeiten), das Thema „Natur und Umwelt“ sowie projektorientiertes Arbeiten gehören ebenfalls zu unserem Schulprofil. Wir bieten mehrere Themenräume an, darunter einen Kreativraum mit Schulküche, einen Forscherraum, ein Lernstudio sowie eine Bücherei/Mediathek und den Gedankenzauberraum. Als KLU‑Kooperationsschule (KennenLernenUmwelt) arbeiten wir mit außerschulischen Lernorten wie Gut Eichthal, der Naturschule Aggerbogen, Schloss Eulenbroich und Burg Wissem zusammen. Zudem sind wir „Kulturstrolche“, ein „Haus der kleinen Forscher“ und MINT‑Schule. Diese Angebote zeigen die enge Kooperation mit der OGS und die Netzwerkarbeit mit Einrichtungen in der Region.

Uns ist ein friedlicher Umgang miteinander und eine gute Konfliktlösung wichtig. Deshalb bieten wir „Gewaltfrei Lernen“ an, haben ein Schüler*innenparlament sowie Klassen‑ und Mini‑Rat für alle Kinder. Ein Streitschlichter*innenkonzept und die Erste‑Hilfe‑Ausbildung für Dritt‑ und Viertklässler*innen gehören ebenfalls zu unserem Konzept.

Der innere Schulträger — die untere Schulaufsicht im Rheinisch‑Bergischen Kreis, vertreten durch die Schulrätin Frau Resch — entscheidet über inhaltliche, konzeptionelle, personelle und pädagogische Angelegenheiten der Schule. Übergeordnet ist die Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsicht. Die landesrechtlichen Vorgaben Nordrhein‑Westfalens haben aufgrund des föderalen Systems außerdem eine zentrale Bedeutung; ergänzend gibt die Kultusministerkonferenz bundesweite Empfehlungen.

Die meisten Lehrkräfte sind Beamtinnen des Landes NRW und damit Staatsbedienstete. Sie dürfen im Unterricht nicht politisch meinungsbildend auftreten oder streiken; gewerkschaftliche Organisationen bleiben ihnen offen. Lehrer*innen müssen sich stark selbst organisieren, engagieren und ihre Ressourcen einteilen. Einen festen Arbeitsplatz mit festen Bürozeiten gibt es selten — das fordert Flexibilität, kann aber auch Belastungen mit sich bringen. Unterrichts‑ und Erziehungsleistung sind schwer messbar, da sie pädagogische, fachliche, psychologische und soziale Aufgaben vereinen. Der Beruf verlangt hohe Eigenverantwortung, Präsenz, Einsatzbereitschaft und Vorbildfunktion.

Ohne Vernetzung mit Ärzt*innen, Beratungsstellen, dem schulpsychologischen Dienst, anderen Schulformen und Institutionen wäre diese Arbeit kaum zu leisten. Die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen ist daher fester Bestandteil unserer Schulentwicklung.